04.12.2016

Predigt am 2. Advent A17

Mt 3,1-12


Liebe Schwestern und Brüder!

1. Wir kennen das: Es gibt Ereignisse, die zwar in der Zukunft liegen, aber von dort her ihre Wirkung in die Gegenwart hinein entfalten. Ein ganz einfaches Beispiel: Wenn ich weiß, dass ich im Sommer Urlaub habe, dann werde ich bereits jetzt irgendwann anfangen, Pläne zu schmieden, Buchungen vornehmen usw. Ereignisse, die in der Zukunft liegen, können die Gegenwart prägen.

 

2. Nun ist das Christentum der Glaube an die Zukunft, und zwar an eine ewige, selige Zukunft, die das Christentum zu beschreiben versucht mit Worten wie: Von Angesicht zu Angesicht, Jüngsten Gericht, Wiederkunft Christi, Begegnung mit Christus…   Und der Advent thematisiert genau diesen unseren Glauben. Es ist dem Menschen eine Zukunft verheißen, die noch aussteht, auf die er noch zugeht, die noch kommt.  

 

3. Und wenn das so ist, dann muss auch hier gelten: Es gibt ein Ereignis, das noch aussteht, aber das schon jetzt seine Wirkung entfaltet und unser Leben prägt. Es macht wohl doch einen Unterschied aus, wie ich von dieser meiner eigenen Zukunft denke: ob ich denke, ich gehe der ewigen Zukunft in Gott entgegen oder ob ich denke: Meine Zukunft ist der Tod, das Dunkel, das endgültige Aus oder ob ich überhaupt nichts von der Zukunft denke und sie verdränge. Es hat seine Wirkung auf die Gegenwart, wie ich von der Zukunft denke.

 

4. Und so müssen wir wohl auch das heutige Evangelium verstehen. Mit drastischen Worten will Johannes an eine Zukunft erinnern, die unmittelbar bevorsteht. „Schon hält er die Schaufel bereit…“ Johannes will, indem er die Menschen auf diese unmittelbar bevorstehende Zukunft erinnert, dass diese ihre Wirkung entfaltet. „Kehrt um“. Bei Johannes dem Täufer klingt das sehr unbarmherzig. Aber vielleicht braucht es manchmal so drastische Worte, damit der Mensch, der sich in der scheinbar ewigen Gegenwart eingerichtet hat, wach wird.

 

5. Denn darum geht es: Wir sind Menschen des Advents. Wir haben die Erfüllung der großen Verheißungen Gottes noch vor uns. Und diese noch ausstehende Zukunft entfaltet in unserem Leben schon jetzt seine Wirkung, in Glaube, Hoffnung und Liebe.

Franz Langstein

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